Die Körpersprache: Hände, Arme und Beine

Was tun mit den Händen und Beinen während eines Vorstellungsgesprächs?

Ein Stellenbewerber mit Hand im Gesicht

Die Hände

Legen sie ihre Hände beim Sitzen nicht unter die Oberschenkel und umklammern Sie nicht die Stuhllehnen. Solche Gesten deuten auf Unsicherheit und Angst.

Die Hände in den Taschen zu haben, ist zwar eine lockere, aber in einem Vorstellungsgespräch unangebrachte Umgangsform.

Fahrige und unkontrollierte Handbewegungen, spielen mit den Händen, wühlen im Haar lassen auf Nervosität, Verlegenheit und Unsicherheit schließen.

Ihr Händedruck sollte fest und nicht weich und kraftlos sein.




Ein Stellenbewerber mit Hand im Gesicht

Die Arme

Der Bewerber lächelt zwar freundlich, aber er verschränkt die Arme vor der Brust. Dies ist eine typische Abwehrhaltung und signalisiert ein “sich zurücknehmen” und Ablehnung und wird selbst von nicht geschulten Gesprächspartnern unterbewusst negativ wahrgenommen.




verkrampfte Bewerber im Bewerbungsgespraech

Die Beine

Umschlingen sie mit ihren Füßen nicht die vorderen Stuhlbeine.  Dies ist ein Zeichen von Angst, Sturheit, Verkrampftheit, Unnachgiebigkeit.

Parallel gestellte, fest aneinander gedrückte Beine wirken ebenso ängstlich und verkrampft.

Am Besten schlagen Sie die Beine leicht übereinander oder stellen sie ihre Füße mit leicht geöffneter Beinstellung auf den Boden. Es zeigt eine ruhige und gelassene Gesprächsteilnahme. Gehen Sie etwas in sich, und fragen sie sich, was ihnen mehr entgegenkommt, als für sie die normale, entspannte Sitzhaltung.




Sitzhaltung im Bewerbungsgespräch

Die Sitzhaltung in einem Vorstellungsgespräch ist eines der auffälligsten körpersprachlichen Signale.

Die Sitzhaltung verrät viel über

die augenblickliche Stimmung

  • nervös, unsicher
  • selbstsicher
  • ruhig

gewisse Persönlichkeitsmerkmale

  • dominierent
  • aggressiv, provozierend
  • gleichgültig

 

Warten Sie, bis ihr Gesprächspartner Platz genommen hat und setzen sie sich erst dann. Versuchen Sie ganz normal auf den ihnen angebotenen Platz zu sitzen.

  • Setzen sie sich nicht auf den Stuhlrand.  Dies sendet negative Signale aus
    • “Ich-bin-auf-dem-Sprung”
    • Unsicherheit
    • Signal für Gesprächsende,-abbruch, Zeitmangel
  • Sitzen sie entspannt, aber treiben Sie es nicht soweit, dass ihr Gesprächspartner den Eindruck hat, dass sie ausgestreckt auf einen Liegestuhl sitzen.
  • Sitzen sie ruhig.  Natürlich können sie von Zeit zu Zeit die Sitzposition verändern, sie sollen ja nicht steif auf ihrem Stuhl festkleben, aber ein ständiges hin- und herrutschen vermittelt mehr ein Signal der Unsicherheit und des Unbehagens.
  • Wippen Sie nicht mit dem Stuhl.  Es mag angehen, dass sie in der Schule stuhlwippend dem Lehrer bei seinen Ausführungen zugehört haben, leicht gelangweilt, aber total entspannt. Nunmehr befinden sie sich aber in einem Vorstellungsgespräch. Dies ist eine ernst zu nehmende Situation, es geht um Ihre zukünftige Arbeitsstelle.



Spezialthema: Haltungssynchronität (Pacing)

Angleichen der eigenen Körperhaltung als körpersprachliches Mittel beim Vorstellungsgespräch

Syncrone Haltung der Beine (Pacing)

Oftmals wird empfohlen, eine zum Gesprächspartner synchrone Haltung einzunehmen (Haltungs-Pacing), da dies unterschwellig ein Signal der “Sympathie” hervorrufen würde.

Beispiel: Ihr Gesprächspartner hat das rechte Bein über das Linke geschlagen. Ihre Sitzhaltung spiegelt diese Sitzposition wieder und auch sie schlagen ihr rechtes Bein über das Linke. Die Fußspitzen zeigen also zueinander (Kontaktsuche, “gleiche Wellenlänge”).

Dieser Ansatz hat wohl durchaus seine Berechtigung und kann von Ihnen in manchen Situationen bewusst eingesetzt werden.

Nach Ansicht des piSeite-Teams ist hier jedoch größte Vorsicht geboten.

  • Wenn man dies übertreibt, weil z. B. der Gesprächspartner ständig seine Sitzhaltung wechselt, wird dieses “Nachspielen” seiner Haltung (Beine, Oberkörper, Kopf) sehr leicht auffällig.
  • Da dies nicht ihr gewohntes Verhalten ist, sind manche Bewerber, die diese Methoden einsetzen, so sehr mit dem “Nachspielen” beschäftigt, dass sie sich nicht mehr richtig auf das Vorstellungsgespräch konzentrieren können.
  • Der Gesprächspartner sitzt auf der Stuhlkante, sendet also ein negatives Signal aus, sollte man ihn dann nachahmen? Doch wohl eher nicht.
  • Sie haben fünf Gesprächspartner mit unterschiedlichen Sitzpositionen. Ändern Sie dann jedes Mal ihre Sitzhaltung, wenn Sie abwechselnd von den verschiedenen Personen angesprochen werden?

Wichtig ist, dass sie authentisch rüberkommen.

Ein unnatürliches “Nachspielen” von Sitzpositionen und Gesten wird negativ auffallen. Wenn Sie diese Methode sparsam und wohldosiert einsetzen und sie beherrschen, dann mag Sie ihnen beim Vorstellungsgespräch helfen.

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