Unseriöse Jobangebote

Schnell und so ganz nebenbei viel Geld zu verdienen, wäre zwar schon, ist aber sehr unrealistisch. Oft wird man sogar finanziell über den Tisch gezogen.
Lesen Sie, was Sie beachten sollten und wie Sie unseriöse Stellenangebote schneller erkennen

© Hemera, 000309_3054_1022
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Jeder Arbeitsuchende hat in der Zeitung schon einmal Anzeigen wie „Nebenjob – 5.000 Euro und mehr von zu Hause aus verdienen“ gelesen. Viel Geld für wenig Arbeit gibt es leider immer noch nicht, daher gilt es, solche Stellenangebote genau zu hinterfragen, bevor man sich auf ein solches meldet!

Unseriöse Jobangebote gibt es wie Sand am Meer, denn skrupellose Menschen nutzen die Not der Arbeitslosen aus. Wie aber erkennt man, ob es sich um ein seriöses Jobangebot handelt oder ob es bei einem Unternehmen nicht mit rechten Dingen zugeht?

Tipp1: Viel Geld für wenig Arbeit

Vorsicht ist immer dann geboten, wenn viel Geld für wenig Arbeit angeboten wird. Besonders dann, wenn auch auf Quereinsteiger hingewiesen wird. Für eine ungelernte Tätigkeit bekommt man auf dem Arbeitsmarkt selten mehr als 15 Euro pro Stunde.

Häufig wird in solchen Angeboten auch damit geworben, dass man einen sehr großen Schritt auf der Karriereleiter nach oben macht. Diese psychologische Masche der Arbeitgeber zieht leider viel zu häufig, denn wer schon seit einem längeren Zeitraum auf der Suche nach einer Stelle ist, der klammert sich an jeden kleinen Strohhalm, um dem Dilemma ein Ende zu bereiten. Genau auf diese Not zielen die unseriösen Anbieter ab und vermitteln mit emotionalen Inhalten den Eindruck, dass der Bewerber mit genau diesem Job die Glückseeligkeit erfährt.

Ein seriöses Jobangebot braucht keine werbende Beschreibung wie „Endlich wieder beruflichen Erfolg!“ oder „Mit uns schlafen Sie wieder besser!“

© Hemera
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Tipp 2: Werden Sie Ihr eigener Chef

Ein solches Angebot klingt immer verlockend, denn wer wünscht sich nicht, völlig unabhängig arbeiten zu können und sich nicht von der schlechten Laune des Chefs mit herunter ziehen lassen zu müssen? Aber mal ehrlich, bei den meisten Jobangeboten dieser Art handelt es sich um einen knallharten Strukturvertrieb im Schneeballsystem – und der ist in Deutschland verboten.

Tipp 3: Starterpakete oder Seminare bezahlen

Nicht selten verlangt ein unseriöses Unternehmen zunächst Geld, bevor man einen Job antreten kann. Von einem solchen Angebot sollte man grundsätzlich Abstand nehmen, denn wo muss man denn bitte schön Geld mitbringen, um arbeiten zu dürfen? Oftmals müssen zunächst Starterpakete gekauft oder teure Seminare besucht werden. Solche Dinge kosten nur Geld, welches der Bewerber nicht hat und bringen nicht den ersehnten Job. Hinter solchen Machenschaften stecken meist nur leere Versprechungen, denn hier verdienen andere und nicht der Jobsuchende.

Tipp 4: Wer steckt hinter dem Jobangebot?

©  Fotolia.com, Igor Zakowski
© Fotolia.com, Igor Zakowski

Unseriöse Annoncen erkennt man auch daran, dass über das suchende Unternehmen nur sehr wenige Angaben gemacht werden und die eigentliche Tätigkeit nicht eindeutig aus der Beschreibung hervor geht. Ganz unseriöse Anbieter geben nur ein Postfach an oder man soll eine teure Servicenummer anrufen, um an nähere Informationen zu kommen. Ein seriöses Unternehmen versteckt sich nicht, sondern ist stolz auf sich und präsentiert sich entsprechend.

Tipp 5: Weitere Interessenten werben

Kritisch sollte man ein Jobangebot auch beäugen, wenn die erste Aufgabe darin besteht, weitere Interessenten mitzubringen. So wird ein Vertriebsnetz im Schneeballsystem aufgebaut, an dem wiederum nur andere verdienen. Zudem ist eine solche Vertriebsstruktur in Deutschland verboten.

Tipp 6: Wenn es zu spät ist

Ist man auf ein unseriöses Jobangebot hereingefallen, kann man sich an die Verbraucherzentralen wenden. Diese geben auch im Vorfeld Informationen über Unternehmen und darüber, auf welches Jobangebot man sich einlassen kann, ohne ein Risiko einzugehen. Aus Angst vor einer Sperrzeit beim Arbeitsamt trauen sich Betroffene häufig nicht, den unseriösen Job zu kündigen. In diesem Fall sollte man mit dem zuständigen Berater beim Arbeitsamt sprechen. Keiner wird gezwungen, bei unseriösen Machenschaften mitzumachen.

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